1. November 2008
Tomaten werden auch Paradiesäpfel genannt, dennoch ist nicht alles an ihnen genießbar. «Den Strunk und andere grüne Stellen sollte man wegschneiden, denn sie enthalten giftiges Solanin», rät Sven-David Müller, Vorsitzender des Deutschen Kompetenzzentrums für Gesundheitsförderung und Diätetik in Köln. Die verbreitete Annahme, der Verzehr des Tomatenstrunks könne Krebs verursachen, sei aber ein «Ernährungsmärchen».
Theoretisch kann der Verzehr großer Mengen Solanin allerdings zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Schwindel oder Kopfschmerzen führen. Rein praktisch ist das nach Angaben von Müller aber nur möglich, wenn man große Mengen grüner Tomaten verzehrt.
Wer sicher gehen will, befreit Tomaten vor dem Verzehr komplett von Strunk und grünen Stellen. Beim Zubereiten einer Tomatensauce muss man weniger akkurat sein. Denn Solanin ist hitzeinstabil: «Beim Kochen geht etwa ein Drittel, beim Braten die Hälfte verloren», sagt Ernährungsexperte Müller.
ddp/hap/esc
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