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Recht / Nach Firmenpleite: Franjo Pooth muss 1,77 Millionen Euro zahlen
31. Oktober 2008
Düsseldorf (ddp). Nach der Pleite seiner Firma Maxfield muss der Unternehmer Franjo Pooth der Commerzbank 1,77 Millionen Euro zahlen. Das hat das Düsseldorfer Landgericht am Dienstag entschieden.
Die Commerzbank hatte Klage gegen den Ehemann von Medienliebling Verona Pooth eingereicht. Der 39-Jährige hatte bei der Bank für sein Unternehmen einen Kredit über 1,77 Millionen Euro aufgenommen und dafür mit seinem Privatvermögen gebürgt. Nach der Insolvenz von Maxfield wollte er nicht für den Schaden geradestehen. Das Gericht entschied jetzt jedoch in Abwesenheit von Pooth, dass er zur Zahlung nebst Zinsen und Prozesskosten verpflichtet ist. Er habe bei der Bank schriftlich eine entsprechende Erklärung abgegeben.
Pooths Anwalt Horst Pfaff hatte beim Prozessauftakt im September gesagt, sein Mandant müsse aus seiner Sicht der Bank höchstens eine Million Euro erstatten. Die Commerzbank hätte Maxfield nämlich nur einen Kredit von bis zu einer Million Euro gewähren dürfen. Das Gericht wies dieses Argument jedoch zurück. Die Richterin sagte, Pooth habe sich verpflichtet, für bis zu drei Millionen Euro zu bürgen. Eine Verletzung der Vertragsvereinbarungen sei nicht erkennbar. Als Geschäftsführer der Firma Maxfield hätte er sein persönliches Risiko, als Bürge in Anspruch genommen zu werden, durch eine entsprechende Geschäftspolitik steuern können.
Im März droht Franjo Pooth eine weitere Schadensersatzzahlung. Die Stadtsparkasse Düsseldorf hat ihn ebenfalls auf Rückzahlung von gewährten Krediten in Millionenhöhe verklagt. Der Prozess soll am 3. März 2009 stattfinden.
Nach wie vor laufen auch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen den 39-Jährigen. In den Verfahren geht es um Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung und Bestechung. Eine Entscheidung sei nicht absehbar, sagte ein Sprecher.
ddp.djn/pem/rab
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